Fragen und Antworten

Hier findest du Informationen zu den Bauern, unserem Öl und allgemeines

Hier findest du Informationen zu den Bauern, unserem Öl und allgemeines

Allgemeine Fragen

Was ist eine solidarische Landwirtschaft (Solawi)?

Men­schen schlie­ßen sich zu einer Gemein­schaft zusam­men, um gemein­sam Land­wirt­schaft zu finan­zie­ren: Schon vor Jahr­hun­der­ten wur­de nach Prin­zi­pi­en gear­bei­tet, die sich im Kon­zept der SoLa­Wi (Soli­da­ri­sche Land­wirt­schaft – auf Japa­nisch Teikei [tɛi’kɛi:]) wie­der­fin­den las­sen. Abnehmer_innen finan­zie­ren den Bäue­rin­nen und Bau­ern ihre Anbau­be­trie­be und tei­len sich im Gegen­zug die Ern­te. In guten Jah­ren erhal­ten unse­re Abneh­men­den etwas mehr Oli­ven­öl in schlech­ten Jah­ren etwas weni­ger – das bedeu­tet Erträ­ge und Ern­te­ri­si­ken wer­den soli­da­risch auf­ge­teilt. Bau­er und Bäue­rin sind unab­hän­gig von Markt­schwan­kun­gen und umwelt­be­ding­ten Ernteeinbußen.

Was ist ein Ernterisiko? / Warum gibt es manchmal weniger Ertrag? 

Es gibt vie­le für Bau­ern und Bäue­rin­nen unkon­trol­lier­ba­re Risi­ken in der Land­wirt­schaft. Zu Ern­te­aus­fäl­len kann es auf­grund von Dür­ren, star­ken Regen­fäl­len, Schäd­lings­pla­gen und neu­ar­ti­gen Krank­hei­ten kom­men. Der Kli­ma­wan­del und die Prak­ti­ken der moder­nen indus­tri­el­len Land­wirt­schaft tra­gen dazu bei, dass die­se Sze­na­ri­en ver­mehrt auf­tre­ten. Mit den von uns unter­stütz­ten Anbau­me­tho­den set­zen wir die­ser Ent­wick­lung etwas ent­ge­gen. Wir infor­mie­ren Dich im Lau­fe des Jah­res über unse­ren News­let­ter über die aktu­el­len Anbau­be­din­gun­gen und deren Aus­wir­kun­gen auf die Qua­li­tät und Men­ge Dei­nes Olivenöls.

Was kostet mich ein Ernteanteil und woraus ergibt sich der Preis? 

Ein Ern­te­an­teil kos­tet 90 € und ent­spricht der Ern­te von ein­ein­halb Oli­ven­bäu­men. Dies ergibt im Durch­schnitt 5 Liter Oli­ven­öl pro Jahr. Die genaue Men­ge des Oli­ven­öls pro Ern­te­an­teil schwankt jedoch je nach Ern­te. Du als Abnehmer_in finan­zierst die Ern­te soli­da­risch mit, unab­hän­gig vom Ernteerfolg.

Unser Bau­er Panagio­tis Maran­tos erhält die­ses Jahr 48% des Umsat­zes. 37% sind sein fes­ter Anteil, den er direkt aus­be­zahlt bekommt. Zusätz­lich erhält er Unter­stüt­zung bei der Alters­vor­sor­ge und für nach­hal­ti­ge Inves­tio­nen. Für mög­li­che schwe­re Ern­te­aus­fäl­le wer­den finan­zi­el­le Rück­la­gen gebil­det, sodass nach Abspra­che mit Euch Oliven­öl von ande­ren Höfen zuge­kauft wer­den kann. Alle Ein­nah­men flie­ßen in die Finan­zie­rung von Teikei oli­veDie Zusam­men­set­zung des Prei­ses wird sich in den nächs­ten Jah­ren noch ändern, da wir ab 2023/24 auch Per­so­nal in Deutsch­land finan­zie­ren möch­ten.

Wie wird das Olivenöl versendet? 

Der Trans­port nach Deutsch­land erfolgt über den Land­weg per LKW. In Deutsch­land ange­kom­men wird das Oli­ven­öl über den Dienst­leis­ter DHL an unse­re Abnehmer_innen ver­sen­det. Wir arbei­ten zur­zeit an nach­hal­ti­ge­ren Ver­sand­mög­lich­kei­ten. Einen Schritt dahin kannst Du aber jetzt schon unter­neh­men: Tre­te einer unse­rer Abneh­mer­ge­mein­schaf­ten bei und hole dein Oli­ven­öl eigen­stän­dig dort ab — am bes­ten mit den Öffis oder dem Fahr­rad ver­steht sich.

Wie setzen sich die Versandskosten zusammen? 
Die Ver­sand­kos­ten wer­den sepa­rat berech­net, um eine prä­zi­se­re Abrech­nung für euch machen zu kön­nen, da die­se sehr unter­schied­lich aus­fal­len kön­nen. Eine Ver­sand­ein­heit (bis zu 4 Kanis­ter) kos­tet 9€. Für 5–8 Kanis­ter betra­gen die Ver­sand­kos­ten dem­nach 18€. Das unge­fil­ter­te Öl wird einen Monat vor dem gefil­ter­ten Öl ver­schickt, sodass hier getrenn­te Ver­sand­kos­ten anfal­len. Mit­glie­der einer Abneh­mer­ge­mein­schaft zah­len pro Anteil 3€ für den Ver­sand, da in Abneh­mer­ge­mein­schaf­ten die Ver­sand­ein­hei­ten gebün­delt wer­den kön­nen und ein Anreiz geschaf­fen wer­den soll, sich gemein­schaft­lich zu orga­ni­sie­ren, um Res­sour­cen zu schonen. 
Wie und wann wird das Olivenöl geliefert?

Das natur­trü­be Oli­ven­öl wird direkt nach der Pres­sung im Janu­ar gelie­fert. Die Lie­fe­rung des gefil­ter­ten Oli­ven­öls lässt etwas län­ger auf sich war­ten und fin­det im April den Weg zu uns nach Deutsch­land. Du kannst Dir das Oli­ven­öl ent­we­der direkt zu Dir nach Hau­se per DHL lie­fern las­sen oder Teil einer Abneh­mer­ge­mein­schaft wer­den. Das Lie­fern zur Abneh­mer­ge­mein­schaft spart CO2 und ver­hin­dert unnö­ti­gen Res­sour­cen­ver­brauch. Auch hast du über eine Abneh­mer­ge­mein­schaft die Mög­lich­keit mit ande­ren Abnehmer_innen in Kon­takt zu kom­men und dabei dei­ne Nach­bar­schaft näher ken­nen zu lernen.

Werden meine Ernteanteile im nächsten Jahr automatisch weitergeführt?

Ja. Der Ein­fach­heit hal­ber und um die Arbeit unse­rer Bau­ern und Bäue­rin­nen stets zuver­läs­sig vor­fi­nan­zie­ren zu kön­nen, wer­den Dei­ne Ern­te­an­tei­le im nächs­ten Jahr auto­ma­tisch wei­ter­ge­führt. Du kannst aber ohne Pro­ble­me bis zum 01.09 eines jeden Jah­res (einen Monat vor Zah­lung) für die fol­gen­de Ern­te kün­di­gen oder die Anzahl Deiner Ern­te­an­tei­le anpas­sen. Wir erin­nern Dich dafür einen Monat vor Ablauf der Frist per E‑Mail. 

Wie kann ich kündigen?

Möch­test Du kein Oli­ven­öl mehr von uns erhal­ten, kannst Du vor Beginn der jeweils nächs­ten Ern­te — spä­tes­tens bis zum 01.09. eines Jah­res – kün­di­gen. Schrei­be dafür ein­fach eine form­lo­se E‑Mail an verwaltung@teikeiolive.org. Du erhältst dann umge­hend von uns eine Ein­gangs­be­stä­ti­gung. Auch die Anzahl Dei­ner Ern­te­an­tei­le kannst Du über die­sen Weg anpas­sen. Eine Kün­di­gung nach die­ser Frist ist lei­der nicht mög­lich, da es unser zen­tra­les Anlie­gen ist, unse­ren Bau­ern und Bäue­rin­nen ihre Ern­te vor­zu­fi­nan­zie­ren. Auch eine Kün­di­gung vor Erhalt der ers­ten Lie­fe­rung ist, mit Aus­nah­me des 14-tägi­gen Wider­rufs­rechts, lei­der nicht möglich.

Wenn Du kurz­fris­ti­ger kein Oli­ven­öl mehr von uns erhal­ten möch­test, hel­fen wir Dir ger­ne dabei eine/n Nachfolgeabnehmer_in zu fin­den, der/die dei­ne Kos­ten ggf. auch noch nach­träg­lich über­neh­men kann. Schrei­be uns auch dazu ein­fach eine E‑Mail an verwaltung@teikeiolive.org. 

Wie kann ich TEIKEI Olive kontaktieren? 

Kon­takt­mög­li­lch­kei­ten zu uns fin­dest du auf unse­rer Kon­takt­sei­te .

Fragen zum Bauern

Welche Bauern sind dabei?

Aktu­ell kommt unser Oli­ven­öl von Panagio­tis Maran­tos. Er lebt mit sei­ner Frau, sei­ner Toch­ter und sei­nen Eltern in dem klei­nen Dorf Vasi­lit­si im Süden der grie­chi­schen Halb­in­sel Pelo­pon­nes. Sei­ne Oli­ven­hai­ne lie­gen eini­ge Kilo­me­ter außer­halb des Dor­fes in einem Natur­schutz­ge­biet. Er betreibt von Her­zen rege­ne­ra­ti­ve Land­wirt­schaft, die schon längst über die EU-Bio-Richt­li­ni­en hin­aus­geht. Dabei legt er sehr gro­ßen Wert auf die Gesund­heit sei­nes Bodens, auf Arten­viel­falt in sei­nem Feld und natür­lich die Qua­li­tät sei­nes Olivenöls.

Kann ich die Verträge mit den Bauern und Bäuer_innen einsehen? 

Wir pla­nen die Ver­trä­ge mit unse­ren Bau­ern und Bäuer_innen dem­nächst zu veröffentlichen.

Nach welchen Prinzipien wird angebaut? 

Unser Bau­er Pano­gio­tis Maran­tos baut nach den Prin­zi­pi­en der rege­ne­ra­ti­ven Land­wirt­schaft an. Die­se haben das Ziel die Humus­schicht des Bodens zu rege­ne­rie­ren und zu ver­grö­ßern, um sei­ne Frucht­bar­keit zu stei­gern und lang­fris­tig zu erhal­ten. Auch wird dadurch mehr CO2 im Boden gespei­chert, was unse­rem Kli­ma zu Gute kommt. Panagio­tis ver­zich­tet kom­plett auf den Ein­satz von Pes­ti­zi­den und Her­bi­zi­den, ach­tet auf eine ganz­jäh­ri­ge Boden­be­de­ckung und diver­si­fi­ziert aktiv die Pflan­zen in sei­nem Oli­ven­hain, um eine grö­ße­re Arten­viel­falt zu ermöglichen.

Fragen zum Olivenöl

Ist unser Olivenöl Bio? 

Unser Bau­er Panagio­tis Maran­tos hat ein Bio-Sie­gel. Wir kön­nen unser Oli­ven­öl den­noch NICHT als Bio­o­li­ven­öl ver­kau­fen, da wir als Händ­ler dafür noch nicht zer­ti­fi­ziert sind. Neben den Bio-Richt­li­ni­en ori­en­tiert Panagio­tis sich viel­mehr an den noch umfas­sen­de­ren Prin­zi­pen der rege­ne­ra­ti­ven Land­wirt­schaft. Er legt einen sehr gro­ßen Wert auf die Gesund­heit sei­nes Bodens sowie auf die Arten­viel­falt in sei­nem Feld und ver­zich­tet zu 100 % auf che­mi­sche Pes­ti­zi­de und Herbizide.

Wie lagere ich mein Olivenöl richtig?
Das Oli­ven­öl soll­te kühl (im Ide­al­fall zwi­schen 5 und 16 Grad Cel­si­us) und vor Son­nen­ein­strah­lung geschützt gela­gert wer­den. Da das Oli­ven­öl an der Luft oxi­diert, ach­te auch dar­auf den Deckel des geöff­ne­ten Kanis­ters wie­der gut zu ver­schlie­ßen. Es emp­fiehlt sich zudem ent­we­der direkt zu Anfang oder sobald die Hälf­te des Oli­ven­öls ver­braucht wur­de, das Oli­ven­öl in klei­ne­re Fla­schen umzu­fül­len und die­se gut zu ver­schlie­ßen, damit das Oli­ven­öl sel­te­ner mit der Luft in Kon­takt kommt. 
Wie lange ist mein Olivenöl haltbar? 

Dein natur­trü­bes Oli­ven­öl sol­lest Du nach Öff­nung des Kanis­ters inner­halb von 3 Mona­ten ver­brau­chen, damit die posi­ti­ven Eigen­schaf­ten des Öls erhal­ten blei­ben. Es wird danach jedoch nicht direkt schlecht und ist min­des­tens noch bis zu 6 Mona­te nach Öff­nung halt­bar. Bei dem unge­fil­ter­ten Oli­ven­öl soll­test Du zudem beach­ten, dass es sich auf­grund der vor­han­de­nen Schweb­stof­fe nicht so gut zum Kochen eig­net wie gefil­ter­tes Olivenöl.

Das gefil­ter­te Oli­ven­öl ist 2 Jah­re haltbar.

Wie wird unser Olivenöl gefiltert?

Unser natur­trü­bes Oli­ven­öl bleibt unge­fil­tert. Unser natur­be­las­se­nes Oli­ven­öl wird gefil­tert, aber mit Hil­fe der Gra­vi­ta­ti­on statt, wie sonst üblich, in einem maschi­nel­len Ver­fah­ren. Dafür wur­de das Öl nach der Ern­te für zwei Mona­te in luft­dich­ten Behäl­tern ste­hen gelas­sen. Dadurch set­zen sich die im Öl befind­li­chen Schweb­stof­fe unten ab und das kla­re Öl wird oben abge­schöpft. Durch die­se scho­nen­de Metho­de bleibt ein hoher gesund­heits­för­dern­der Poly­phe­nol­ge­halt im Öl erhal­ten. Es bleibt aller­dings auch eine klei­ne Men­ge an Schweb­stof­fen im Öl, die beim Trans­port durch­ein­an­der­ge­wir­belt wer­den, sodass das Oli­ven­öl beim ers­ten Öff­nen trüb erschei­nen mag. Die­se Schweb­stof­fe set­zen sich aber im ruhi­gen Zustand auch schnell wie­der ab und ver­än­dern in kei­ner Wei­se den Geschmack oder die Qua­li­tät des Olivenöls.